Sie sind hier: Willkommen » Presse » Jahr 2010 » „Engagement macht stark“: Gelungene Aktionswoche beim Roten Kreuz in Borken
Kreisdirektor Hörster eröffnet Freiwilligendienst aller Generationen
„Engagement macht stark“ hieß es eine Woche lang im Mehrgenerationenhaus des Roten Kreuzes in Borken. Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Bürgerschaftliches Engagement“ gab es viele Anstöße, neue Ansätze und Anregungen.
Insgesamt nahmen fast 200 Interessierte im Mehrgenerationenhaus an den Veranstaltungen teil, zusätzlich waren knapp 100 zu einer Podiumsdiskussion ins Kreishaus gekommen.
Christel Büning, verantwortlich für die Aktionen beim DRK und zuständig für Freiwilliges Engagement und Ehrenamt, fasste zusammen: „Beeindruckend war das Mit- und Füreinander der Generationen: so der 15-jährige Rollfietsenfahrer für Senioren, die 60-jährige Lesepatin für Kindergartenkinder, der 45-jährige Helfer aus einer Migrationsfamilie beim Seniorennachmittag oder die 54-jährige wellcome-Patin für junge werdende Mütter.“
Ein Großprojekt wurde auf den Weg gebracht: So ist das Deutsche Rote Kreuz für den Kreis Borken nun Projektträger für den „Freiwilligendienst aller Generationen“ – eine neue, bundesweite Initiative, um Ehrenamtliche punktgenau für bestimmte Tätigkeiten einsetzen zu können.
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster eröffnete im Mehrgenerationenhaus die Aktion unter dem Motto „Engagement schlägt Brücken“. Und er betonte, dass die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeit im Kreis sehr groß sei, NRW- und deutschlandweit würden mit 30 Prozent „Spitzenwerte erreicht“. Der Kreis unterstützte gerne neue Projekte wie diese und bürgerschaftliches Engagement jedweder Form, in dem „Kinder und Jugendarbeit, Familien und Senioren begleitet werden.“
Laut Christel Büning, beim DRK zuständig für Freiwilliges Engagement und Ehrenamt, werden im Kreis Borken Menschen gesucht,
• die bereits sind, sich für mindestens sechs Monate und acht Stunden wöchentlich freiwillig und ehrenamtliche zu engagieren; eine projektabhängige Regelung sei zum Beispiel möglich;
• die bereit sind für eine individuelle Vermittlung und Begleitung während dieses Engagement; Fortbildungsmaßnahmen seien möglich;
• die Lust haben, ihre Tätigkeit nach eigenen Wünschen mitzugestalten.
Als Aufwandsentschädigung seien 77 Euro pro Monat vorgesehen, die Teilnehmer sind unfall- und haftpflichtversichert. Einsatzbereiche seien beim DRK-Kreisverband Borken, der größte in Westfalen-Lippe mit 20.000 Fördermitgliedern, viele denkbar, sagte Christel Büning. „Ich kann mir vorstellen, dass Menschen in der Kinderbetreuung eingesetzt werden wollen, auf unserem Indoor-Spielplatz, im Internetcafé für Senioren, in der Arbeit mit Migranten oder in der Seniorenbetreuung.“
Diplom-Sozialpädagogin Ramona Przybylsky vom Mobilen Team NRW (Ahlen) stellte für den Netzknoten Westfalen-Lippe die Arbeit von Freiwilligendiensten vor. Fast wöchentlich kämen in NRW neue Standorte hinzu, sagte sie. In der Engagementswoche in Westfalen allein drei in Ahlen, Münster und Borken.
www.freiwilligendienste-aller-generationen-nrw.de
Beim Unternehmerfrühstück mit dem AIW, Region Borken, erläuterte RWE-Managerin Dr. Marita Hilgenstock das Thema „Auf dem Weg zu guten Partnerschaften – die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft“. Sie ermunterte auch mittelständische Unternehmen, deren Mitarbeiter von ehrenamtlicher Arbeit zu überzeugen. Viele Projekte haben nach ihrer Erfahrung eine eigene Dynamik entwickelt. Mitarbeiter engagierten sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich, weil sie daran Spaß hätten: zum Beispiel einen Spielplatz an einem Kindergarten zu bauen.
DRK-Vorstand Anton Verschaeren unterstrich, dass es auch Kleinstlösungen geben könne, etwa Projekte für Nonprofit-Organisationen. Er denke an eine Marketingstudie für das DRK-eigene „Café Henry“, das Auszubildende verschiedener Unternehmen gemeinsam in Angriff nehmen könnten.
Weitere Veranstaltungen zum bürgerschaftlichen Engagement stießen in der Aktionswoche auf großes Interesse. Dies waren:
„Rollfietsen – ein Radelspaß“. Die Senioreneinrichtung Haus Walburga aus Velen-Ramsdorf stellte Rollfietsen mit Elektroantrieb vor und begeisterte mit neuen Gefährten, mit denen vor allem ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung einfach und leicht forbewegt werden können.
„1001 Möglichkeiten zum Engagement – surfen, lesen, fietsen, entspannen“: Angebote und Workshops für Menschen mit Zeit – Langeweile braucht niemand zu haben.
„Lesepaten für Borkener Einrichtungen“: Treffen des Netzwerkes Lesen, das sch nach kurzer Zeit schon großer Beliebtheit erfreut.
Internetschnupperkurs und Eröffnung des kostenlos nutzbaren Senioren-Internetcafés: Senioren aus Borken und der Region informierten sich über die neuen Angebote beim Roten Kreuz.
Seniorennachmittag (15 bis 17 Uhr): Treff zum gemütlichen Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen mit musikalischem und Lese-Programm. Mehr als 20 Senioren folgten der Einladung – und wollen wiederkommen.
„Willkommen bei wellcome – Fotos vom Babybauch“: Die in Brasilien geborene Burloer Fotografin Vilma Machado fotografierte mehrere werdende Mütter, die Spaß hatten an dieser Foto-Aktion. Das Team von wellcome Borken informierte über Hilfe für junge Mütter und Familien, während die Kinder betreut wurden.
Weitere Infos:
Christel Büning
Freiwilliges Engagement und Ehrenamt
DRK-Soziale Arbeit und Bildung gGmbH
Röntgenstraße 6
46325 Borken
Telefon 02861/8029-317
Telefax 02861/8029-301
E-Mail:
Internet:
www.kv-borken.drk.de

"Engagement schlägt Brücken" – ein Brückenschlag beim Roten Kreuz zur Eröffnung der neuen Aktion mit (von links) Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Christel Büning, Anton Verschaeren (beide DRK) und Ramona Przybylsky vom Mobilen Team NRW.
Unternehmerfrühstick mit AIW

Unternehmerfrühstück beim Roten Kreuz mit dem AIW, Region Borken: RWE-Managerin Dr. Marita Hilgenstock (Zweite von links) erläuterte das Thema „Auf dem Weg zu guten Partnerschaften – die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft“, außerdem auf dem Foto von links: Anton Verschaeren (DRK), AIW-Vertreter Joachim Seibel, Dr. Heiner Kleinschneider, Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, und Christel Büning (DRK).
Seniorennachmittag
Rollfietsen

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