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Kreisverband Borken e.V. Röntgenstr. 6 46325 Borken Telefon 02861 8029-0 Telefax 02861 8029-115

Jahr 2009

Ein neues Heim fürs Rote Kreuz

-job/and- Kreis Borken. Mit einem von Reden, Diskussionsbeiträgen und Grußworten gespickten Programm hat gestern der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sein neues Wohlfahrtszentrum an der Röntgenstraße 6 in Borken eingeweiht. Wo früher die Männer vom Kreisbauhof Fahrzeuge und Gerätschaften unterstellten, laden jetzt Seminar-, Werk und Beratungsräume ein. Als letzte Einrichtung war erst vor einigen Tagen das „Karo“, das Kaufhaus des DRK, eingezogen.

Ein altes Schild des Bauhofes bekam gestern Kreisdirektor Werner Haßenkamp geschenkt. Es soll an die frühere Nutzung des gestern eingeweihten DRK-Zentrums in Borken erinnern. Rechts DRK-Vorstand Anton Verschaeren.
(Foto: Barnekamp)

Wie wichtig das Rote Kreuz für die Gesellschaft ist, das betonte zu Beginn der Veranstaltung der Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Jörg Twenhöven. „Ein tolles Gebäude“, lobte er das Projekt. Was ihn neben de r gelungenen Umsetzung besonders freue: Rechtzeitig zuvor hätten sich die DRK-Kreisverbände Borken und Bocholt zusammengefunden. Twenhöven ging zudem auf die Grundsätze des DRK ein, dessen erster, die Menschlichkeit, besonders hervorzuheben sei. Grußworte von Kreisdirektor Werner Haßenkamp, Borkens Bürgermeister Rolf Lührmann und des Landtagsabgeordneten Bernhard Tenhumberg rundeten den ersten Teil des offiziellen Programms ab.

Im Anschluss betonte der NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann bei einer Podiumsdiskussion: „Die soziale Infrastruktur des Landes Nordrhein-Westfalen wäre ohne Wohlfahrtsverbände nicht vorstell- und tragbar.“ Er lobte die Arbeit der Verbände und die neugebaute Einrichtung in Borken-Gemen: „Das Haus ist eine Augenweide. Es motiviert zur Mitarbeit.“ Über die Stiftung Wohlfahrtspflege sei das Land beteiligt. Die Gelder seien gut angelegt. Es müsse aber grundsätzlich sehr genau hingeschaut werden, was im Sozialbereich machbar sei und was nicht. Es müsse nicht jede Beratungsstelle auf Gedeih und Verderb erhalten, sondern es sollten Synergieeffekte genutzt werden. Der ausgeschiedene DRK-Kreisgeschäftsführer Bernhard Lensing betonte, dass die öffentliche Hand die Arbeit der Wohlfahrtsverbände oft erschwere. Die Mitarbeiter sollten selbstbewusst ans Werk gehen, weil sie Gutes täten: „Wir dürfen nicht das graue Mäuschen spielen.“
Lensing (61) war im Vorjahr nach 23 Jahren in Altersteilzeit gegangen. Twenhöven überreichte ihm den selten verliehenen DRK-Verdienstorden. Besichtigt werden kann das DRK-Zentrum beim Tag der offenen Tür am Sonntag (21. Juni) von 11 bis 18 Uhr.

Erhielt gestern Abend den DRK-Verdienstorden für 23-jährige Tätigkeit: Der ausgeschiedene Kreisgeschäftsführer Bernhard Lensing mit Frau Barbara Mohr-Lensing und den Töchtern Clara und Nele (von links).
(Foto: Andresen)
 

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