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Kreisverband Borken e.V. Röntgenstr. 6 46325 Borken Telefon 02861 8029-0 Telefax 02861 8029-115

Jahr 2009

Neues DRK-Projekt zur Hilfe von Müttern eröffnet: „wellcome in Borken wird ein Erfolg!“

Borken dritter Standort im Münsterland / Erste Betreuungsmaßnahme / Große Resonanz nach Zeitungsveröffentlichung /
Ehrenamtliche Helferinnen zur Verschwiegenheit verpflichtet


Borken, 6. März 2009

Borken (drk-press). Eine Veröffentlichung in der Borkener Zeitung hatte durchschlagenden Erfolg: „Das Telefon stand nicht mehr still. Die Resonanz war sehr positiv“, sagte Koordinatorin Sirkka Ehlert. Auch deshalb sind alle Beteiligten nach der Vorstellung im Rotkreuz-Wohlfahrtszentrum überzeugt: wellcome in Borken wird ein Erfolg. Junge Familien oder Mütter können mit wellcome die Hilfe eines neuen, aus ehrenamtlichen Helferinnen bestehenden Teams in Anspruch nehmen, zeitlich begrenzt.

Von Hamburg schwappte die Welle nach der Gründung 2002 über die Bundesländer. 95 Teams gibt es mittlerweile deutschlandweit, in Nordrhein-Westfalen zwölf und drei im Münsterland: Borken ist nach Coesfeld und Lüdinghausen dritter Standort. Sirkka Ehlert, bisher Erzieherin in der DRK-Kindertagesstätte „Spielwiese“, organisiert die künftigen Einsätze unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses im DRK-Kreisverband Borken. Eine junge Mutter mit Baby wird bereits betreut, noch bevor wellcome in Borken offiziell wurde.

Es sei ein Irrglaube, in ländlich strukturierten Gebieten sei wellcome unwillkommen, sagte die Gründerin aus Hamburg, Rose Volz-Schmidt, als Gastrednerin in Borken. „Zwar haben hier Familien schon mal eher Hemmungen, zum Telefon zu greifen und anzurufen als in der Großstadt. Doch auch hier sind nicht immer Nachbarn zur Stelle.“ Und es gebe viele andere Gründe, wellcome in Anspruch zu nehmen. Die gestandenen ehrenamtlichen Frauen seien überdies zur Verschwiegenheit verpflichtet: „Dass die eigene Geschichte beim Bäcker an der Ecke bequatscht wird – das gibt’s bei uns nicht.“

Hildegard Banneyer vom Landesministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) ließ Grüße von ihrem Chef ausrichten: Minister Armin Laschet (CDU) ist Schirmherr für NRW, Bundeskanzlerin Angela Merkel für Deutschland. „Hier kommen Familien an, Kinder sind willkommen. wellcome passt gut zu Borken und das Projekt sehr gut in das auch vom Land geförderte Mehrgenerationenhaus. Ihr Angebot hat mich wirklich in Erstaunen gesetzt“, lobte die Minister-Abgesandte die DRK-Einrichtung. Im Übrigen wolle NRW kinderfreundlichstes Bundesland werden. „wellcome-Teams, eingebunden in Mehrgenerationenhäuser, sind wichtige Bausteine auf dem Weg dahin.“

Borkens Bürgermeister Rolf Lührmann nahm so viel Lob aus berufenem Munde für seine Stadt mit einem Lächeln auf: „Wir sind wirklich eine familienfreundliche Stadt, bieten jungen Familien attraktive und günstige Wohnbaugrundstücke an, haben Kinderbetreuung für unter Dreijährige, bauen eine Schulmensa, kümmern uns früh um die Förderung von Kindern und können bei Bedarf auf eine aktive Jugendhilfe setzen.“

Dr. Gregor Westhof, Gynäkologe und Chefarzt der Kinderstationen am Borkener Marien- und Bocholter St.-Agnes-Hospital, ist mit seinem Stab einer der vehementen Befürworter von wellcome. Er habe schon seit Jahren auf eine solche Einrichtung gewartet: „Junge Familien sind oft hoffnungslos überfordert. Ihnen muss buchstäblich unter die Arme gegriffen werden. Hilfswillige kommen zu Hilfsbedürftigen. Das ist von ganzem Herzen zu begrüßen.“

Ein Erfolg versprechendes „Glück auf“ hatte DRK-Vorstand Anton Verschaeren zuvor dem Projekt gewünscht. Die ehrenamtliche Mitarbeit habe heutzutage eine neue Dimension erreicht: „Es gibt gute Gründe helfen zu wollen wie Glaube, Hilfsbereitschaft, menschliche Verpflichtung, Zuwendung, Profilierung in neuen Feldern – all dies bedeutet eine Förderung herausragender Aufgaben für die Gesellschaft und das DRK.“ Das Rote Kreuz fördere die Arbeit dieser Menschen in höchstem Maße. „Deshalb wird wellcome in Borken erfolgreich werden“, strahlte Verschaeren Zuversicht aus. Und Ideengeberin Rose Volz-Schmidt aus Hamburg freut sich auf das neue Team: „wel(l)come in Borken!“

• Wer im Borkener wellcome-Team mitmachen oder weitere Informationen haben möchte, kann sich direkt an die Koordinatorin Sirkka Ehlert wenden: DRK-Telefon 02861/8029-618; E-Mail:
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Zum Hintergrund: „Die Idee“
© www.wellcome-online.de

Das Baby ist da, die Freude ist riesig – und nichts geht mehr.

Gut, wenn Familie und Freunde helfen, den Baby-Stress zu bewältigen. Wer keine Hilfe hat, bekommt sie von wellcome. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin kommt ins Haus. Wie ein guter Engel wacht sie über den Schlaf des Babys, während die Mutter sich ausruht, begleitet beim Gang zum Kinderarzt, spielt sie mit dem Geschwisterkind, macht Einkäufe – und hört zu.

Alle Tätigkeiten führen zu einer spürbaren Entlastung in einer familiären Übergangssituation. Damit beugt wellcome Krisen vor und unterstützt die positive emotionale Bindung zum Neugeborenen.

wellcome heißt Ehrenamtliche willkommen und ist ein attraktives Angebot des „modernen Ehrenamtes“. Ehrenamtliche erleben, dass sie unmittelbar helfen können und spüren die Dankbarkeit der Betroffenen. Darin liegt ein großer Gewinn für die Ehrenamtlichen. Auch die Rahmenbedingungen sind gut. Die Ehrenamtlichen binden sich intensiv, aber zeitlich begrenzt. Ihr Einsatz ist nach einigen Wochen beendet. Sie gehen dann in eine andere Familie oder „pausieren“ erst einmal. Sie bestimmen selbst, wie viel Zeit sie einsetzen wollen.

Die wellcome-Teams sind in eine schlanke Organisationsstruktur eingebunden. Diese sorgt für die professionelle Begleitung der Ehrenamtlichen und die Einhaltung von Qualitätsstandards. Gleichzeitig ermöglicht sie bei überregionalem Interesse die Vernetzung mit Partnern aus Politik, Medien und Gesellschaft.

 

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