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Halbzeit: In vier Monaten Einzug ins neue Gebäude mit vielen Angeboten für die Wohlfahrtspflege Borken/Kreis Borken (drk-press). Halbzeit beim Bau des DRK-Zentrums an der Röntgenstraße 6 in Borken: In Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Verwaltung und Wohlfahrtspflege wurde am 8. August der Richtkranz hochgezogen. Und dabei schepperte obligatorisch das Schnapspinneken, das dem Bauprojekt nach einer Überlieferung Glück bringen soll.
„Wir sind in der Mitte der Bauzeit. Vor vier Monaten war Spatenstich. In vier Monaten soll das erste Gebäude für Integration, Fort- und Weiterbildung, Früherkennung Büros und das Soziale Kaufhaus bezogen werden“, sagte Dr. Klaus-Peter Schulz-Gadow, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des DRK-Kreisverbandes Borken. Zuvor hatte Vorstand Anton Verschaeren die große Gästeschar begrüßt, unter ihnen zahlreiche Bürgermeister aus dem Kreis Borken, die meist auch Vorsitzende der DRK-Ortsvereine sind, Kreisdirektor Werner Haßenkamp sowie Hans-Peter Kemper (Heiden), früherer Bundestagsabgeordneter der SPD.
Für 4,1 Millionen Euro entsteht ein Zentrum für Wohlfahrtspflege, das im Kreis Borken und vermutlich im Land Nordrhein-Westfalen derzeit seines gleichen sucht. Die Hälfte der Bausumme wird durch Zuschüsse von Stiftungen zugeführt: „Sonst hätten wir das Projekt auch nicht gestemmt“, sagte Schulz-Gadow während der Begrüßung vor gut 100 Gästen und DRK-Mitarbeitern: „Wir freuen uns, dass der Neubau zügig vorangegangen ist. Und das Gebäude fügt sich harmonisch ins Gesamtprojekt ein.”
Somit sei auch bald, wenn Ende des Jahres die Arbeit an einem Ort konzentriert würde, die Zerstreuung vorbei: Derzeit gibt es neun Standorte des DRK im Borkener Stadtgebiet. Borkens Bürgermeister Rolf Lührmann freute sich: „Es ist gut, dass der Kreisverband weiter seinen Sitz in Borken behält und hier alles konzentriert werden kann.“ Auf dem Gelände ist zurzeit noch der Kreisbauhof untergebracht, der bis Ende des Jahres nach Gescher umziehen wird. Eine eigene Bushaltestelle soll es auch denjenigen ermöglichen, das DRK-Zentrum zu besuchen, die kein eigenes Fahrzeug zur Verfügung haben.
Begleitender Baubetreuer bleibt Bernhard Lensing, bis Ende Juni DRK-Kreisgeschäftsführer und seitdem in Altersteilzeit. Lensing hatte das Großprojekt geplant und akquirierte die zahlreichen Zuschüsse von Stiftungen.
Zum Hintergrund:
Vier Stiftungen beteiligen sich mit insgesamt gut zwei Millionen Euro an den Baukosten:
• die Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen,
• die Stiftung „Aktion Mensch“,
• die „Goldene Eins“ sowie
• die Kämpgen-Stiftung.
„Ohne diese Gelder wäre es nicht zur Realisierung dieses großen Projektes gekommen“, sagte Ex-Kreisgeschäftsführer Bernhard Lensing im DRK-Pressedienst. Auslöser waren letztendlich das enorme soziale Engagement des DRK im Kreis Borken und die damit einhergehenden „ständig wachsenden Aufgaben im Bereich der Wohlfahrtspflege“, so besagt es der beim Spatenstich eingemauerte Urkundentext. Statt an bisher neun dezentralen Standorten in Borken werden die Mitarbeiter ab Ende des Jahres ihre Dienstleistungen am Menschen zentral vom neuen DRK-Zentrum aus steuern und anbieten, so zum Beispiel das Soziale Kaufhaus.
Derzeit werden in verschiedenen DRK-Gesellschaften insgesamt 265 Mitarbeiter beschäftigt. Zum DRK-Kreisverband gehören 17 Ortsvereine im Kreis Borken mit 1200 ehrenamtlich Tätigen. Die Ortsvereine unterhalten zudem 15 Kindertagesstätten mit 225 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen.
Der Neubau umfasst eine Nutzfläche von 1700 Quadratmetern für Seminar-, Beratungsräume und Büros. Die jetzt noch vom Kreisbauhof genutzten Hallen werden ab Herbst umgebaut. Ende des Jahres soll alles fertig sein.
Bauherr des DRK-Zentrums ist die Deutsches Rotes Kreuz, gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Arbeit und Bildung im Kreis Borken mbH, Bauplaner die Industriebau Hoff und Partner, Gronau.
Fotos: Richtfest DRK-Zentrum an der Röntgenstraße 6 in Borken
Fotos: DRK-Kreisverband Borken
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