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Eröffnung DRK- Mehrgenerationenhaus im „Karo“ (Soziales Kaufhaus des Roten Kreuzes), Burloer Straße 3a, Borken:
„Gemeinsam statt einsam“
MdB Pries und MdL Wüst übergeben Schild zur Eröffnung
„Starke Leistung für jedes Alter.“ So heißt das Aktionsprogramm für Mehrgenerationenhäuser der Bundesregierung, und dieses Konzept sei quasi das i-Tüpfelchen für jahrelange Bemühungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im gesamten Kreis Borken, unterschiedliche Generationen zusammenzuführen, menschliche Beziehungen aufzubauen oder unentgeltliche Hilfe zu geben. Dies bekräftigte DRK-Kreisgeschäftsführer Bernhard Lensing zur Eröffnung des „Mehrgenerationenhauses“. Das offizielle Schild dazu übergaben anschließend die beiden heimischen Politiker Christoph Pries (SPD-Bundestagsabgeordneter, Isselburg-Werth), auch in Vertretung seines verhinderten CDU-Kollegen Johannes Röring (Vreden) und Hendrik Wüst (CDU-Landtagsmitglied, Rhede).
Das DRK-„Karo“ (Kaufhaus des Roten Kreuzes) sei schon „lange eine Begegnungsstätte für Menschen vieler Nationen unterschiedlichen Alters“, sagte DRK-Prokuristin und -Fachleiterin Edith Holtkamp; sie wird mit Peter Ivankovic das neue DRK-Projekt leiten. Und vielerlei Leistungen würden bereits angeboten, ergänzte Lensing, die genau in das Hauskonzept passten – wie: Frühförderung von Kindern, Kindertagesstätten, Familienzentren, Offene-Ganztagsschul-Betreuung, Jugendrotkreuz, Integrationsprojekte, Behindertenfahrdienste und mehr. Lensing vor Gästen und Besuchern im „Karo“, der fein dekorierten früheren Möbelbörse in Borken an der Burloer Straße 3a (neben der Volksbank): „Ich bin froh über den Bewilligungsbescheid von Familienministerin Ursula von der Leyen.“ Bundesregierung und Europäischer Sozialfonds unterstützen die Arbeit vor Ort mit zusammen 40.000 Euro; mehr als 500 dieser Häuser will Berlin in den nächsten Jahren fördern, um zum Beispiel „die Prinzipien der Großfamilie in moderne Formen zu übertragen. ... So greifen die Qualitäten der unterschiedlichen Generationen eng ineinander und ergänzen sich – wie die Teile eines Puzzles“, schreibt die Ministerin im Vorwort ihres Aktionsprogramms.
Auch SPD-MdB Christoph Pries lobte das Konzept. Wichtig sei die „Rückbesinnung auf eine verantwortungsvolle Gemeinschaft.“ Es gäbe „immer weniger Familien in ihrer ursprünglichen Form, der Werteraum ist zerlöchert.“ Ältere und jüngere Leute verbrächten nur wenig Zeit miteinander. Die Politik habe verschiedene Maßnahmen ergriffen, um gegenzusteuern. „Im Mehrgenerationenhaus werden alle vier Puzzleteile zusammengeführt, und jedes Teil steht für eine Generation. Gemeinsam eine Einheit sein, das ist wichtig“, sagte Pries. „Es funktioniert auch nur als Ganzes, nur dann, wenn sich alle wie in einer Großfamilie unterstützen.“
Hendrik Wüst, auch Beiratsmitglied im DRK-Kreisverband und Generalsekretär der nordrhein-westfälischen CDU, fand es „großartig, dass dieses wertvolle Potenzial an Wissen und sozialer Kompetenz älterer Menschen im Rahmen eines Mehrgenerationenhauses fruchtbar gemacht werden kann.“ Er fordere „alle auf mitzumachen, mitzumischen, sich einzubringen.“ Borken werde, davon sei er überzeugt, „ein gelungenes Beispiel für die Begegnung der Generationen.“
Wüst: „Wir sollten Erfahrungen, Harmonie, Verantwortungsgefühl füreinander und die Erkenntnis, dass wir alle voneinander lernen können, in Bereiche des Alltags übertragen. Wir können auch bei der Arbeit und in der eigenen Familie eine Zukunft des Miteinanders gestalten.“ Das Motto sei eindeutig: „Gemeinsam statt einsam.“
Die Angebote des Mehrgenerationenhauses werden bis Ende des Jahres im „Karo“ an der Burloer Straße in Borken präsent sein, dann steht der Umzug in das zurzeit im Bau befindliche neue DRK-Zentrum im Osten Borkens, im Gewerbegebiet an der Röntgenstraße 6, an, berichtete das DRK am Wochenende in seinem Pressedienst.
Mit einem vollen Tagesprogramm sorgten viele ehrenamtliche DRK-Helfer am Samstag für Kurzweil der Besucher. „Wolgalieder“ sang der Chor „Wolgaklang“, es traten Rapper aus Borken auf, die BASE – ein vom DRK unterstützter Seniorentreff in Borken – informierte über ihre Arbeit, es gab Märchenstunden für Kinder, Nagelhauen, Hüpfen, Eisschlecken, Radiointerviews, ein Besuch in der Medienwerkstatt mit Diashows und reichlich Infos über das volle DRK-Dienstleistungsprogramm mit Bildungswerk, Bürgerschaftlichem Engagement, Serviceagentur, Wohnumfeldberatung, Hausnotruf und Kulturellem.
Schildübergabe mit mehreren Generationen und einem symbolischen Mehrgenerationenhaus im DRK-„Karo“ an der Burloer Straße 3 a
Der DRK-Kreisverband Borken hat ein solides Fundament gebildet für die Einrichtung „Mehrgenerationenhaus“: Schildübergabe zur Eröffnung mit (von links) Peter Ivankovic (DRK), dem Bundestagsabgeordneten Christoph Pries (SPD), dem Landtagsabgeordneten Hendrik Wüst, DRK-Kreisgeschäftsführer Bernhard Lensing sowie Edith Holtkamp (DRK).
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